Als Anwärter im MINT EC Verein war es dem MMG in diesem Jahr erstmals möglich, mit acht Schülern und einem Lehrer am „MINT 400 Seminar“ in Berlin teilzunehmen. MINT 400? Dabei handelt es sich um den im zweijährigen Turnus stattfindenden Höhepunkt des MINT EC Vereins. Zu diesem Anlass sind 400 Schülerinnen und Schüler aller 156 Schulen des MINT EC nach Berlin eingeladen worden, um sich über Studienmöglichkeiten im MINT-Bereich zu informieren, sich gegenseitig kennenzulernen und ihr Fachwissen in Seminaren über den schulischen Bereich hinaus zu erweitern. Dass aus angekündigten 400 Teilnehmern fast 600 wurden, zeigt, wie stark die Nachfrage nach diesem Event war.

Den ersten Programmpunkt der MINT 400 stellte der Bildungsmarkt in der Akademie der Künste dar. Noch vor  Beginn der Auftaktveranstaltung mussten sich die Schüler zwischen den verschiedenen Angeboten entscheiden: IBM, Wikipedia, RWTH Aachen, der Arbeitgeberverband Gesamtmetall, die Siemensstiftung, DOW Chemical usw. Wo genau sollte man sich jetzt über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informieren? Nach kurzer Bedenkzeit entschied man sich einfach dazu, alles mitzunehmen. Man informierte sich über Stipendienprogramme, duale Studiengänge und spielte „Vier gewinnt!“ gegen einen Lego-Roboter. Die Auftaktveranstaltung bot die Möglichkeit, nicht nur die Geschäftsführung des MINT EC Vereins, sondern auch die unterstützenden Unternehmen und Verbände kennenzulernen. Zugleich konnte man im Anschluss erste Kontakte zu den Teilnehmern der einzelnen Seminare des Folgetages knüpfen.

Der Freitagmorgen brachte dann ein Kontrastprogramm zum Donnerstag, hatte man diesen noch mit allen Teilnehmern gemeinsam verbracht, so zerstreute sich nun auch die Gruppe aus Duisburg in alle Himmelsrichtungen. Nach einem kurzen Frühstück ging es um 8:00 Uhr zu den über Berlin und das Umland verstreuten Workshops: Nico, Tristan und die beiden Jans lernten die Programmiersprache C# kennen und brachten Ameisen das Überleben bei. Florian war derweil auf dem Weg zum Helmholtzzentrum in Berlin, um dort die Funktionsweise der Hochbrillanz-Synchrotronstrahlungsquelle BESSY II zu verstehen und eine eigene Solarzelle herzustellen, während sich die übrigen drei Schüler mit der kosmischen Hintergrundstrahlung auseinandersetzten und diese in einem Versuch maßen. Besonders beeindruckend war der Vortrag eines deutschen Forschers, der diesen Versuch im arktischen Winter durchgeführt hatte und von immerwährender Nacht und wahrhaft arktischen Temperaturen berichtete. Die begleitende Lehrkraft erweiterte zeitgleich ihren Horizont bei einem Seminar zur mathematischen Einführung in die Relativitätstheorie.

Zur Abschlussveranstaltung der MINT 400 am Abend des zweiten Tages hatte der Verein erneut in die Akademie der Künste geladen. Hauptgast dieser Veranstaltung war der Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Ertl, der in einem kurzweiligen Gespräch sein Forschungsgebiet und seinen Werdegang darlegte. Ein gelungenes Showprogramm rundete den Abend ab, ehe ein gemütliches Beisammensein die letzten Stunden der MINT 400 einläutete.

Schüler-Stimmen zur Veranstaltung:

Nico Stöth (Jgst.12):

„MINT 400 war eine tolle Veranstaltung. Nicht nur, dass man mal Berlin sehen konnte, sondern auch mal eine Persönlichkeit wie einen Nobelpreisträger kennenzulernen, war sehr interessant. Mein Kurs hat sich mit Informatik beschäftigt. Wir haben nach einer kurzen Einführung in die Sprache C# ein Ameisenvolk überlebensfähig machen müssen. Die Völker mussten sich dann am Ende gegen die anderen Völker behaupten. Es war eine tolle Idee, die Einführung so zu gestalten, da es sehr viel Spaß gemacht hat, die Ameisen zu programmieren und durch den Wettbewerb hat einen auch der Ehrgeiz gepackt.“

Tristan Höpper (Jgst. 11):

„Auf der Veranstaltung MINT-EC 400 gab es viel Neues zu entdecken und Erfahrungen zu sammeln. Ich konnte viele neue Ideen im naturwissenschaftlichen Bereich sammeln und habe außerdem noch nette Leute kennengelernt. Das Seminar war spannend, informativ und sehr lustig.

Außerdem konnte ich mir ein paar Gedanken über meine Zukunft machen, da es auf der Veranstaltung viele Informationen zu Studiengängen und Ausbildungen gab. Im Ganzen kann ich sagen, dass mir die MINT Veranstaltung sehr gut gefallen hat und ich mit vielen positiven Erfahrungen aus Berlin kam.“

(Foto: Prof. Dr. Ertl sowie Schüler des MMG)

(J. Stratmann)