Anfang November nahmen insgesamt neun Mitglieder der Südafrika-AG an einem Schulpartnerschafts-Workshop  in Bielefeld teil. Der Workshop wurde organisiert und betreut von dem Verein „Koordination Südliches Afrika“ (kurz KOSA). Die zentrale Frage war, wer eigentlich von der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika profitieren konnte. Ergänzt wurde dieser Themenbereich um Problembereiche, die sich bereits jetzt in Brasilien (WM 2014) abzeichnen.

Wussten Sie, dass in Südafrika und auch in Brasilien arme Menschen aus ihren Wohnvierteln – teilweise gewaltsam – vertrieben wurden und werden, um Platz zu schaffen für andere Bauvorhaben, die mit der WM in Verbindung stehen oder einfach nur, weil diese Armenviertel (Townships und Favelas) dem Image schaden? Wussten Sie auch, dass von dem Großereignis vor allem die FIFA profitieren konnte, während der Staat Südafrika einen Verlust verzeichnete und die ärmeren Menschen in Südafrika, die hofften, durch die WM Ihre Lebenslage verbessern zu können, leer ausgingen?

Die AG-Mitglieder beschäftigten sich mit diesen und anderen Problemfeldern, hatten aber auch die Gelegenheit, sich mit Schülerinnen und Schülern anderer Schulen über Projekte auszutauschen und Anregungen für die eigene Arbeit zu erhalten. Schließlich bastelten die Workshop-Teilnehmer Fußbälle aus Plastiktüten und Papier – wie es auch die Kinder und Jugendlichen aus den Armenvierteln tun, weil ein Lederball einfach unbezahlbar ist.

Der Workshop war für alle Beteiligten ein großer Erfolg und alle Beteiligten hoffen auf einen weiteren im nächsten Jahr, um noch ein wenig weiter über den eigenen Tellerrand blicken zu können.

Foto: Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmer