Spezialität: Sprachen

WAZ-Artikel:

Duisburg Süd, 24.09.2009, Andrea Müller

Das Mannesmann-Gymnasium darf sich jetzt “Europaschule” nennen – Auszeichnung durch den Minister

 

Im englischsprachigen Ausland studieren? „Das wäre kein Problem für uns”, sagen Maike Ludley und Nora Langenstück. Schließlich besuchen die beiden Schülerinnen (Stufe 13) den bilingualen Zweig des Mannesmann- Gymnasiums und sind in Englisch richtig fit. Viele ihrerMitschüler haben Auslandsaufenthalte hinter sich – in den USA, aber auch in europäischen Ländern. Dennis Detering beispielsweise (auch Stufe 13) absolvierte kürzlich ein Praktikum in Spanien. Fremdsprachen sind eine „Spezialität” des Huckinger Gymnasiums. Als erste Duisburger Schule darf es sich jetzt sogar „Europaschule” nennen. Von Andreas Krautscheid, dem Landesminister für Europaangelegenheiten, bekam eine Schuldelegation am Dienstag in Düsseldorf die entsprechende Urkunde und eine Europafahne überreicht.

“Wir haben schon viele und werden noch mehr Kontakte knüpfen”

Ausschlaggebend für die Zertifizierung war unter anderem, dass die Schule seit acht Jahren einen bilingualen Zweig besitzt und dass man dort fünf Fremdsprachen lernen kann. „Hinzu kommt, dass wir uns in unterschiedlichen Fächern und Projekten (etwa dem Comenius-Projekt) intensiv mit dem Thema Europa befassen, dass es Schüleraustausche mit Italien und den USA gibt und dass wir viele Studienfahrten in verschiedene europäische Länder durchführen”, erklärt Schulleiterin Birgitt Keens. Ihre Schule bereite die Schüler in besonderer Weise auf ein Leben in einem grenzenlosen Europa vor.

In jeder größeren Stadt in NRWsoll es künftig eine Europaschule geben. Diesmal erhielten 19 Schulen die besondere Auszeichnung – insgesamt sind es nun 100. „Wir freuen uns darüber, dass wir schon zu einem recht frühen Zeitpunkt dabei sind”, so Keens. Mit Fördermitteln ist die Anerkennung zwar nicht verbunden, aber „wir gehören jetzt einem Netzwerk an, das noch mehr Möglichkeiten bietet, sich international auszurichten”, meint die Schulleiterin.

Und Alexander Werner, Lehrer im bilingualen Zweig, ergänzt: „Wir haben schon viele und werden noch mehr Kontakte in Europa knüpfen.” Ziel ist es, dass die Gymnasiasten die erlernten Fremdsprachen auch in der Praxis anwenden. „Schüler, die so Sprachen lernen, können sie einfach viel besser”, sagt Werner Fuchs von der Schulaufsicht. Erlerntes anschaulich machen – das strebt man auch beim Stoff „Europa” an. Jens Lienau (Stufe 12) gibt ein Beispiel: „Wir haben in der Politik-AG viel über Europa geredet und dann das EU-Parlament in Brüssel besucht. Das war sehr interessant.”