Schulleitung

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern!

 

Die meisten haben es geahnt – auch das Schuljahr 2020/21 wird kein „normales“ Schuljahr. Der Zeitpunkt, wann es wieder „Normalität“ geben kann, scheint in immer weitere Ferne zu rücken. Schule kann aber auch nicht in einem Dauerkrisenmodus verharren. Pädagogisches Arbeiten braucht Ruhe, Verlässlichkeit, Zuwendung, Verbindlichkeit und vieles mehr. Die gesamte Schulgemeinde hat in der Vergangenheit vorbildlich die Krise mitgetragen und mit gemeistert. Die Rückmeldungen waren zumeist konstruktiv und ermutigend, dafür noch einmal meinen herzlichen Dank.

Am MMG sind wir in der glücklichen Lage, im Lehrerkollegium keine Corona bedingten „Ausfälle“ zu haben. Auch alle Kolleginnen und Kollegen, die im weitesten Sinne zu den Risikogruppen gezählt werden, haben Ihre Bereitschaft erklärt, den Unterricht durchzuführen. Dies verdient Anerkennung – führt aber auch direkt zur Verantwortung aller am Schulleben Beteiligten, die Schutzmaßnahmen gegen die Übertragung des Coronavirus weiter sehr ernst zu nehmen. Vor allem von den Schülerinnen und Schülern, die ja durch die Infektion kaum betroffen sind, wird ein hohes Maß an Solidarität eingefordert.

Die nun zunächst geltenden Regeln entnehmen wir der Mail des Staatssekretärs vom 3. August. Sollten Sie am gesamten Text interessiert sein, finden Sie ihn hier: (Wiederaufnahme des angepassten Unterrichts) Hier finden Sie auch die Regelungen zum Schutz von vorerkrankten Schülerinnen und Schülern /Angehörigen.

Die Schule hat daraufhin einen den neuen Vorgaben angepassten, ergänzten Hygieneplan erarbeitet. Den Hygieneplan finden Sie hier: (Hygiene- und Wegeplan)

Folgende Regelungen sind zu beachten:

Unterricht: Ziel ist es, dass aller Unterricht entsprechend der Stundentafel vollumfänglich erteilt wird. Auch klassenübergreifende Lerngruppen dürfen gemeinsam arbeiten, im Ganztag sind auch jahrgangsstufenübergreifende Gruppen möglich. Wir prüfen hier in den nächsten Tagen noch einmal kritisch, welche Angebote hier unproblematisch sind und welche AGs. ggf. noch nicht stattfinden können bzw. wir Ersatzregelungen finden können.

Distanzunterricht: Im nächsten Schuljahr ist das Lernen auf Distanz, die amtliche Bezeichnung dafür ist ab sofort „Distanzunterricht“, in allen Belangen dem Präsenzunterricht gleichgestellt. Es gilt Teilnahmepflicht, er wird benotet, das Erarbeitete wird vorausgesetzt und ist relevant für Überprüfungen. Sollte es also zu einer teilweisen oder aber auch vollständigen Schließung der Schule kommen oder sollten einzelne Lehrkräfte ihren Unterricht nicht in der Schule erteilen können, dann kann auf Distanzunterricht sofort „umgestellt“ werden. Dazu hat das Land eine ausführliche Handreichung erarbeitet, die in dieser Woche erschienen ist. Auf dieser Grundlage wird die Schule in den nächsten Wochen ein eigenes Konzept erstellen, wie Distanzunterricht sich bei uns gestaltet, welche verbindlichen Absprachen dazu getroffen werden, wie Bewertung stattfinden kann. Aufgrund der eigentlich guten Erfahrungen in den zurückliegenden Wochen und unter Zuhilfenahme des Elternfeedbacks (vielen Dank an die Elternpflegschaft für die Durchführung und Auswertung der Umfrage) und unter Berücksichtigung einer recht guten technischen Ausstattung der Schule sehe ich hier wenig Probleme. Es ist nur dies auch wieder viel Arbeit….

Maskenpflicht: Zunächst terminiert bis Ende August gilt auf dem gesamten Schulgelände Maskenpflicht (Gesichtsvisiere sind nicht zulässig, weil sie nachweislich nicht schützen), auch im Unterricht. Die Maskenpflicht kann vorübergehend aufgehoben werden, dies entscheiden die Lehrerinnen und Lehrer. Bitte geben Sie Ihren Kindern am besten gleich zwei Masken mit, denn eine durchnässte Maske ist nicht nur sehr unangenehm zu tragen, sondern verhindert dann auch keine Infektionen mehr.

Natürlich ist uns klar, welche Belastung dies darstellt. Wir werden mit Augenmaß der Situation begegnen und ev. auch zusätzliche Pausen im Park oder auf dem Schulhof einfügen, damit die Kinder und Jugendlichen die Masken auch mal ablegen können. Auch Essen und Trinken könnte sich mit Maske als schwierig erweisen….

Selbst wenn dann also zunächst auch Unterrichtszeit durch zusätzliche, notwendige Pausen verlorengehen könnte oder wir auch bei der angekündigten Hitzewelle ggf. großzügigere Hitzefrei-Regelungen finden müssen, weil dann ein Arbeiten mit Maske möglicherweise nicht mehr möglich ist, so ist dies allemal besser als die teilweise Schulschließung oder Unterricht im rollierenden System.

Rückkehr aus Risikogebieten: Die Infektionszahlen steigen nach den Urlaubsreisen im Sommer erwartungsgemäß an. Vor Beginn des Unterrichts müssen alle Elternhäuser eine Erklärung über die Kenntnisnahme der gültigen Regelungen dazu unterschreiben. Die Erklärung finden Sie hier (Erklaerung zu Einreisebestimmungen),  sie wird Ihnen aber auch per Mail zugesandt. Diese unterschriebene Erklärung wird am ersten Schultag noch auf dem Schulhof von den KlassenlehrerInnen in Papierform eingesammelt (Bitte nicht per Mail schicken, dies führt zu einem logistischen Chaos). Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Kindern diese Erklärung mitzugeben, denn eine fehlende Bescheinigung muss dann leider zum sofortigen Ausschluss vom Unterricht führen. Sollten Sie in den letzten 14 Tagen vor Schulbeginn in einem Risikogebiet gewesen sein und sich in Quarantäne befinden oder aber einen negativen Test (geändert am 10.8. um 11:30 Uhr) vorlegen können, melden Sie sich bitte in jedem Fall umgehend in der Schule.

Sportunterricht: Der Sportunterricht findet zumindest bis zu den Herbstferien im Freien statt. Bitte berücksichtigen Sie dies ggf. bei der Sportbekleidung. Umziehen werden die Schülerinnen sich zuvor in den Umkleiden oder im Klassenraum, hier arbeitet die Fachschaft Sport noch an einem sinnvollen Konzept. In welchem Umfang Schwimmunterricht stattfinden kann, wird zurzeit noch geklärt.

Zusammentreten der Gremien: Wie auch in der großen Politik kann der Schulleiter nicht auf Dauer ohne die Mitwirkung der schulischen Gremien „regieren“. Es werden im neuen Schuljahr daher alle Mitwirkungsorgane wieder tagen, ggf. dann auch als Videokonferenzen, dies hängt sicher von der Entwicklung des Infektionsgeschehens ab.

Mensa und Kiosk: Grundsätzlich könnten Mensa und Kiosk wieder geöffnet werden. Ein schlüssiges Hygienekonzept übersteigt aber im Moment eindeutig unsere Kompetenzen und Möglichkeiten. Zunächst wird es daher keine Versorgung in der Schule geben können. Wir arbeiten auch hier an einem Konzept, zusammen mit dem „Hauskoch“. Eine Lockerung der Coronaschutzverordnung würde dies aber perspektivisch sicher leichter machen.

Bitte achten Sie also darauf, dass Ihre Kinder ausreichend Essen und Getränke mitbringen. Bitte achten Sie auf eine ausgewogene Versorgung.

Fahrradwache: Die Fahrradwache kann genutzt werden, eine Bewachung findet zunächst aber nicht statt. Der Betreiber sieht sich nicht in der Lage, ein bargeldloses Bezahlsystem zu etablieren. Lange Schlangen beim Bezahlen sind aber unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes im Moment nicht denkbar. Wir suchen nach einer Lösung.

Rückzahlung Stornokosten für abgesagte Klassenfahrten: Der Beginn der Rückzahlung wurde für Mitte Juni (2020!!!) angekündigt. Bislang ist dies nicht erfolgt. Wir mahnen dies regelmäßig über die Vertretung der Duisburger Gymnasien an. Die Schule verfügt natürlich nicht über Gelder in diesem Umfang, ich kann nur um Geduld bitten.

Vertretungsunterricht: Um auch hier die Infektionsgefahr zu minimieren, werden ausfallende Randstunden zunächst nicht mehr in der Schule vertreten. Da für das nächste Schuljahr der Distanzunterricht dem Präsenzunterricht gleichgestellt sein wird, werden wir zeitnah ein Konzept entwickeln, wie sich über in der Krise eingespielte Wege (Iserv Aufgabenmodul etc.) auch Vertretungsunterricht realisieren lässt.

Handynutzung und Corona-WarnApp: Wir sind vom Ministerium für Schule und Bildung ausdrücklich aufgefordert, bei allen am Schulleben Beteiligten für die Nutzung der Corona- WarnApp zu werben. Auch wir als Schulleitung halten diese zusätzliche Schutzmöglichkeit durchaus für geeignet, im Fall der Fälle Infektionswege besser eingrenzen zu können und einer möglichen Schulschließung damit ev. zuvorkommen zu können. Wir empfehlen daher nun ausdrücklich das Mitführen eines Handys, wenn die WarnApp darauf installiert und aktiviert ist und wenn das Gerät stumm geschaltet wird. Die geltenden Handyregeln in der Schule werden davon nicht berührt.

Liebe Eltern, in Zeiten, in denen die Gremien nicht arbeiten konnten, sind Rückmeldungen zu unserer Arbeit und zu unseren Entscheidungen oft hilfreich gewesen. Wie oben bereits gesagt, werden wir auch die Rückmeldungen aus der Elternbefragung genau sichten und in unsere weiteren Überlegungen einbeziehen. Auch Nachfragen zu einzelnen Regelungen sind natürlich absolut verständlich und wir versuchen diese zeitnah zu beantworten. Fundamentalkritik, in der grundsätzlich die Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen kritisiert oder gänzlich in Frage gestellt werden, ist bei uns aber natürlich falsch platziert. Wir handeln im Rahmen von Vorgaben und haben unter diesen Bedingungen in der Vergangenheit sehr viel Unterricht möglich gemacht. Wir werden auch weiter das Wohl und eine gute Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler als Maß für unsere Entscheidungen heranziehen, auf Entscheidungen im politischen Raum haben wir keinen Einfluss.